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Grand Prix of Edmonton

Beim Großen Preis von Edmonton nahmen insgesamt 88 Spieler teil, wovon 46 aus den Nationalmannschaften in die Wertung kamen. Ich muss gestehen, dass mich dieser Modus etwas irritierte, da dies weit von gleichen Bedingungen für alle liegt.


Besonders gut lief es für meine beiden Mannschaftskameraden Karl-Otto Hain und Andreas Träm. Sie belegten den ersten und zweiten Platz nach den drei Runden. Als erfolgreichster Einzelspieler Deutschlands belegte Richard Holzer den dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch, Jungs!


Mit knapp 3300 kam ich immerhin noch in die Preise. Besonders bleibt mir die zweite Serie in Erinnerung, wo es vor kniffligen Spielsituationen und spannenden Motiven nur so wimmelte. Hier zwei Beispiele:


1.


Mit dem Wissen, dass in der ersten Runde ein Grand Ouvert (GO) gewonnen wurde, hielt ich in Vorhand diese Karte in den Händen.


Was macht ihr damit?


In der Gewissheit, dass es weder ein sicherer GO noch ein sicherer Grand Hand ist, sah ich nach einiger Überlegung in den Skat und drückte die 13 Augen wieder und sagte natürlich Grand an, den ich Schwarz gewann. Ich hätte den GO also gewonnen und somit einige Punkte mehr verbuchen können. Fun Fact: Während der WM wurden insgesamt 5 GOs gespielt. Vier von ihnen wurden nur ausgezeichnet, weil Frank Zahns GO aus dem WM-Finale nicht von ihm angegeben wurde. Wie schade. Der vielleicht erste GO in einem Finale.


2.


In Mittelhand sitzend ohne Reizung halte ich nach Drückung dieses Blatt in der Hand.


Wie der Zufall so wollte, erfuhr ich in der Woche vor der WM aus Moderner Skat von Berthold Zinkstein von diesem Motiv:


Aufschlag Pik 7, ich bediene mit dem Ass. Daniels Engine zeigte tatsächlich, dass ich das Spiel verloren hätte, wenn ich im zweiten Stich mit Trumpf von oben fortgefahren hätten, da Vorhand 5 Gegentrümpfe besitzt und Hinterhand den zweiten Pik abwirft. Trumpf von unten hätte das spiel auch gewonnen. Zugegeben, ein sehr seltener Fall, doch er trifft eben auch mal ein. An dieser Stelle lieben Dank an Richard Holzer, der mir berechnete, dass bei diesem Motiv ein Unterzug in Trumpf den höchsten Erwartungswert hat.

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